Falten behandeln mit Hyaluronsäure und Retinol

Falten sind mit 20 Jahren kein Thema. Doch schon Anfang 30 können sich die ersten zarten Linien auf der Haut bilden. Frauen, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, beschäftigen sich häufig sehr intensiv mit der Faltenbekämpfung. Dabei kommen verschiedene Methoden in Betracht. Besonders beliebt sind Hyaluronsäureserum und angereicherte Cremes mit Retinol.

Hautcheck: In diesem Alter beginnt die Faltenbildung

Glückliche Frau die keine Falten mehr besitzt

Falten können bereits ab dem 25. Lebensjahr auftreten. © verona_studio

Die meisten Menschen vermuten, dass die Faltenbildung erst dann beginnt, wenn die Linien tatsächlich zu sehen sind. In Wahrheit altert die Haut aber bereits ab dem 25. Lebensjahr. Sie wird ca. ein Prozent pro Jahr dünner und somit unelastischer. Unschöner Nebeneffekt: Sie ist nicht mehr so gut in der Lage, Feuchtigkeit zu speichern.
Die Auswirkungen können schnell ausgemacht werden. Während junge Haut prall und frisch erscheint, wirkt ältere Haut eher schlaff und fahl. Auch diese Effekte sind schnell erklärt. In der Jugend sorgen starke sowie flexible Elastin- und Kollagenfasern dafür, dass die Haut elastisch ist.
Mit zunehmendem Lebensalter werden die Fasern aber träge und brechen. Der Organismus leitet zwar umgehend Reparaturprozesse ein, die Faserproduktion dauert im Alter aber schlichtweg länger. Das Ergebnis: müde wirkende Haut, die obendrein noch trocken und faltig ist.

Individuelle Faktoren bestimmen die Faltentiefe

Es gibt einige Faktoren, die sich unmittelbar auf die Hautbeschaffenheit auswirken können. Als besonders kritisch gelten UV-Licht, ungesunde Ernährung und der Tabakkonsum.
Sie können dazu führen, dass der Hautalterungsprozess beschleunigt wird. Glücklicherweise scheint es Wirkstoffe zu geben, die sich positiv auf die Faltenausprägung auswirken. Dazu gehören Hyaluronsäure und Retinol.

Falten bekämpfen mit Hyaluronsäure

Viele kennen Hyaluronsäure nur aus der ärztlichen Praxis. Hier wird sie bei Gelenkproblemen direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Hyaluronsäure ist aber auch Teil von Hautpflegeprodukten.
Die körpereigene Substanz ist fähig, große Mengen Wasser zu binden und so Falten oder Trockenheit entgegenzuwirken. Für den Feuchtigkeitskick sorgen Cremes und Seren.
Zahlreiche Erfahrungsberichte zeugen davon, dass Hyaluronsäure die Haut von innen aufpolstern könnte. Allerdings kommt es hier auf die Molekülgröße an. Generell gilt: Je kleiner die Molekülgröße ist, desto tiefer kann sie in die Haut vordringen.

Frau wird mit Retinol behandelt

Retinolbehandlung: Retinol kann dabei helfen, freie Radikale abzufangen. © Vagengeym

Falten bekämpfen mit Retinol

Eine weitere bekannte Substanz zur Faltenbekämpfung ist Retinol – ein Ersatzstoff, der auf die Haut wie pures Vitamin A wirken soll. Mediziner haben festgestellt, dass Vitamin A Falten reduzieren kann. Das war aber eher eine Zufallsentdeckung. In der Praxis zeigte sich, dass Präparate, die mit Vitamin A angereichert waren, bei älteren Akne-Patienten die Faltentiefe reduzierten. Allerdings dürfen Kosmetikhersteller Vitamin-A-Säure nicht ihren Produkten beimengen. Das liegt daran, dass es sich dabei um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel handelt. Aus diesem Grund wird Retinol als Ersatzstoff in Cremes, Seren und Gesichtsmasken verwendet.
Retinol kann dabei helfen, freie Radikale abzufangen. Die aggressiven Moleküle kurbeln den Alterungsprozess an, indem sie das Kollagen in der Haut reduzieren. Zudem kann Retinol die Arbeit von Bindegewebszellen unterstützen.

Fazit

Sowohl Hyaluronsäure als auch Retinol werden in der Faltenbekämpfung eingesetzt. Während Hyaluron für alle Hauttypen geeignet ist, müssen Menschen mit einem sensiblen Hautschutzmantel bei Retinol aufpassen. Die Substanz kann zu Irritationen führen. Im besten Fall wird zunächst an einer unauffälligen Hautstelle die Verträglichkeit getestet