2024-03-19T14:30:43+02:00

Zahn retten mit Wurzelbehandlung – warum Angst fehl am Platz ist

Zahnschmerzen sind belastend und führen selbst Menschen mit ausgeprägter Zahnarztangst irgendwann zu ihrem Behandler. Spricht dieser dann von einer Wurzelbehandlung, ist die Furcht groß. Es ist eines der Schlagworte, das bei den meisten Patienten für feuchte Hände sorgt – zu unrecht! Die Wurzelbehandlung ist eine effiziente Möglichkeit, von Karies zerstörte Zähne zu retten und damit zu erhalten. Schmerzen müssen in der modernen Zahnbehandlung zum Glück nicht mehr sein.

Warum eine Wurzelbehandlung nötig sein kann

„Löcher in den Zähnen“ sind eine Volkskrankheit, auch beim Zahnarzt Jestetten gehört Karies zu den häufigsten Gründen für den Zahnarztbesuch. Je nach Fortschritt der Zahnzerstörung reicht eine Kunststofffüllung oder es muss eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden. Das ist immer dann der Fall, wenn das innere des Zahnes, die sogenannte Pulpa, bereits von Bakterien befallen wurde. Hier laufen die Nervenenden zusammen. Eine Entzündung führt zu starken Schmerzen am betroffenen Zahn.

Manchmal muss eine Wurzelbehandlung auch dann erfolgen, wenn der Zahn ein Trauma erlitten hat. Der Nerv reagiert dann so empfindlich, dass die betroffene Person dauerhaft Schmerzen hat. Die Angst vor dem Zahnarzt macht es den Patienten oft schwer, dabei ist die Wurzelbehandlung heute kein Hexenwerk mehr.

Wurzelbehandlung ohne Schmerzen – das ist möglich

Die Angst vor den Schmerzen einer Wurzelbehandlung ist groß, dabei ist eine effektive Schmerzausschaltung in der modernen Zahnmedizin kein Problem mehr. Bevor der Zahnarzt den infizierten Nerv aus dem Zahn entfernt, betäubt er das Gebiet großzügig, sodass kein Schmerz mehr wahrnehmbar ist. Heute sind Zahnarztspritzen mit Adrenalin angereichert, was die Wirksamkeit der Betäubungsmittel erhöht.

So laufen akute Schmerz- und Wurzelbehandlungen ab:

  • Bei einer akuten Schmerzbehandlung, die in eine Wurzelbehandlung mündet, wird der Zahn zunächst aufgebohrt.
  • Der Zahnarzt entfernt die infizierte Pulpa und gibt anschließend ein Medikament in den Zahn. Das bekämpft die Bakterien und trägt dazu bei, den Schmerz der betroffenen Person zu lindern.
  • Die Öffnung im Zahn wird provisorisch verschlossen, anschließend darf der Patient nach Hause gehen.
  • Während der eigentlichen Wurzelbehandlung werden die Wurzelkanäle des Zahns aufbereitet. Je nach Praxis werden hierzu Handfeilen, Ultraschall oder elektronische Feilen eingesetzt.
  • Nachdem die Bakterien vollständig eliminiert wurden (durch Spülungen und manuelle Reinigung), werden die Wurzelkanäle mit einem Kautschuk-Material namens Guttapercha aufgefüllt.
  • Der Zahn selbst wird mit Kunststoff gefüllt und später oft mit einer Krone versorgt. Das dient dazu, den nicht mehr durchbluteten Zahn zu stabilisieren und Brüche zu verhindern.

Horrorstorys über die Wurzelbehandlung – die Medizin hat sich weiterentwickelt

Wer zum Zahnarzt muss und die erste Wurzelbehandlung vor sich hat, schaut oft bei Google nach Erfahrungsberichten. Das ist keine gute Idee, denn dort sammeln sich gruselige Meldungen, die dein Eingriff als schmerzhaft und unangenehm deklarieren. Für die meisten Menschen gibt es schönere Sachen als eine Wurzelbehandlung, die moderne Zahnmedizin kann den Vorgang aber angenehm und schmerzfrei gestalten. Wichtig ist, dass der Behandler genug Erfahrung mitbringt und dem Patienten seine Angst nehmen kann.

Je nach Infektionsgrad ist es möglich, dass eine Wurzelbehandlung mehrere Sitzungen und Wechsel des Medikaments benötigt. In der Zwischenzeit wird der Zahnarzt alles dafür tun, Schmerzfreiheit des Patienten sicherzustellen. Viele wurzelbehandelte Zähne halten noch Jahre oder Jahrzehnte, sodass es sich lohnt, die unnötige Angst zu überwinden.

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