10 Dinge vermeiden, welche die Nieren schädigen

Ein akutes oder chronisches Nierenversagen, auch Niereninsuffizienz genannt, ist kein Vergnügen. Meist geht dies mit Dialyse einher, die die Lebensqualität deutlich einschränkt. Damit es bei Ihnen gar nicht so weit kommt, sollten Sie im alltäglichen Leben darauf achten, dass Sie Ihre Nieren nicht zu sehr belasten oder gar schädigen. Wir haben 10 Dinge zusammengetragen, die nicht gut für Ihre Nieren sind. Wenn Sie diese weglassen oder zumindest weitgehend umgehen, schonen Sie die lebenswichtigen Organe für die Entgiftung des Körpers und mindern das Risiko auf eine Niereninsuffizienz.

1. Übermäßiger Alkoholkonsum

Alkohol ist ein Giftstoff, der im Körper von der Leber und den Nieren abgebaut wird. Beide Organe werden durch übermäßigen Alkoholkonsum überlastet. Die Folge können eine Dehydrierung des Körpers sowie eine Störung der Nierenfunktion sein. Zudem sorgt Alkohol für eine Lagerung der Harnsäure in den Nierentubuli. Dies wiederum kann zu einer Verschließung der Röhren führen, was das Risiko für ein akutes Nierenversagen erhöht.

2. Rauchen

Das Nikotin und andere Stoffe aus Zigaretten bzw. dem Rauch dieser schädigen vielen Organen im Körper. Unter anderem kann das Rauchen zu Bluthochdruck und einer erhöhten Herzfrequenz führen. Beides ist nicht gut für die Nieren. Zudem kann es zu einer Verengung der Blutgefäße in den Nieren sowie einer damit reduzierten Durchblutung dieser führen. Bei einer bereits verminderten Funktion der Nieren kann das Rauchen diese noch weiter einschränken und eine bestehende Nierenerkrankung noch weiter verschlimmern. Die Folge kann ein Nierenversagen sein.

3. Zu viel Koffein

Die Einnahme von zu viel Koffein durch Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke erhöht die Gefahr von Bluthochdruck. Dies wiederum führt zu einer stärkeren Belastung der Nieren, wie wir weiter unten noch genauer erläutern. Außerdem fördert Koffein auch die Ausscheidung von Calcium durch den Urin und kann zudem das Risiko für die Bildung von Nierensteinen steigern. Daher sollten Sie den Konsum von Koffein reduzieren oder idealerweise komplett meiden.

4. Flüssigkeitsmangel

Eine der häufigsten Erkrankungen der Nieren sind Nierensteine. Hierbei lagern sich in der Niere kleine Kristalle ab, die langfristig zu Entzündungen und schmerzhaften Koliken führen können. Über die Entstehung ist derzeit noch nicht so viel bekannt. Erbliche Faktoren sowie Stoffwechselerkrankungen spielen wohl vermehrt eine Rolle. Zudem soll ein stark konzentrierter Urin das Auftreten von Nierensteinen und damit einer Schädigung der Nieren begünstigen. Dies tritt auf, wenn Sie stark schwitzen oder durch zu wenig Flüssigkeitszufuhr an Flüssigkeitsmangel leiden. Daher ist ausreichend trinken wichtig – und zwar an jedem Tag.

5. Bluthochdruck

Hoher Blutdruck führt mit der Zeit dazu, dass die Glomeruli sowie die Gefäße der Niere geschädigt werden. Das tückische an Bluthochdruck ist zudem, dass bei bereits unter chronischer Niereninsuffizienz leidender Nieren vom Körper ein den Blutdruck steigerndes Hormon gebildet wird. Zudem scheidet er weniger Flüssigkeit aus. Auf diese Weise verschlimmern sich Nierenleiden und Bluthochdruck gegenseitig. Nicht nur aus diesem Grund ist Bluthochdruck unbedingt zu behandeln.

6. Diabetes

Mit einem Anteil von rund 40 Prozent ist Diabetes mellitus eine der Hauptursachen für chronische Niereninsuffizienz. Man spricht in diesem Fall auch von diabetischer Nephropathie. Der bei der Diabetes einhergehend langfristig zu hohe Blutzucker-Spiegel schlägt sich über die Zeit gesehen gesehen an den Wänden der Blutgefäße der Nieren nieder. Dies sorgt dafür, dass diese durchlässiger für kleine Eiweißpartikel wie Albumin werden, die dann vermehrt über den Harn ausgeschieden werden. Weiteres Problem ist, dass es durch den Abbau von Filterteilchen, den sogenannten Glomeruli, über die Zeit zu einer immer weiter fortschreitenden Verringerung der Entgiftung seitens der Nieren kommt.

7. Zu viel Natrium

Die Nieren sind für das Verstoffwechseln von rund 95 Prozent des aufgenommenen Natriums verantwortlich. Wird durch die Nahrung zu viel Salz zugeführt, müssen die Nieren mehr arbeiten, um das überschüssige Salz wieder über den Urin aus dem Körper auszuscheiden. Die Folge können eine langfristig gesehene Minderung der Nierenfunktion sowie Wassereinlagerungen im Körper sein. Diese wiederum können zu Bluthochdruck führen, was die Gefahr einer ernsthaften Nierenerkrankung erhöht. Daher sollte pro Tag maximal 5 Gramm Salz verzehrt werden.

8. Schmerzmittelmissbrauch bzw. Einnahme von zu viel Schmerzmittel

Die Nieren sind auch dafür zuständig, Arzneimittel sowie deren Abbauprodukte aus dem Blut zu filtern. Manche Medikamente können hierbei Substanzen enthalten, die das Nierengewebe schädigen kann. Hierzu zählen unter anderem diverse Antibiotika, Schmerzmittel und Zytostatika. Zudem verringern einige Schmerzmittel den Blutfluss zu den Nieren und verschlechtern deren Funktion. Werden diese über einen längeren Zeitraum bzw. sehr häufig eingenommen, kann dies zu einer Schädigung der Nieren führen, von der sich diese aus eigener Kraft nicht wieder erholen können. Die Folge können Nierenerkrankungen wie ein chronisches Nierenversagen sein.

9. Falsche Ernährung bei Niereninsuffizienz

Neben der zugeführten Menge von Salz sollte auch unbedingt auf die Menge an Protein geachtet werden – erst recht, wenn die Nieren bereits geschädigt sind und eine chronische Niereninsuffizienz vorliegt. Es wird maximal 0,6 bis 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Ebenfalls meiden sollten Sie zu viel Fett, Phosphat und Kalium, die allesamt ebenfalls den Körper bzw. die Nieren belasten und so zu einer Verschlechterung des Zustands führen können.

10. Dicker Bauch ist schlecht für die Nieren

Wie verschiedene Studien nachgewiesen haben, ist ein dicker Bauch schlecht für die Nieren. Das überschüssige Fett am Bauch sorgt dafür, dass sich der Blutfluss der Nieren verringert. Zudem steigt der Blutdruck in den Nieren deutlich an. Diese Belastungen können mit der Dauer das Organ schädigen und auf lange Sicht gesehen zu einer chronischen Niereninsuffizienz führen. Tückisch ist, dass dieses Problem auch bei ansonsten gesunden Personen auftreten kann. Daher sollten Sie versuchen, einen dicken Bauch zu vermeiden und gezielt gegen Bauchfett vorzugehen – nicht nur aus Liebe zu Ihren Nieren.

Fazit: Bewusst leben ist der erste Schritt

Um Ihren Nieren etwas Gutes zu tun bzw. ein Nierenversagen zu vermeiden, sollten Sie bewusst leben. Wenn Sie bewusst auf Ihre Ernährung und Ihren Lebensstil achten und sich an die 10 Dinge halten, ist dies der erste Schritt zur Besserung, um angegriffene Nieren nicht weiter zu schädigen oder gesunde Nieren weiterhin gesund zu halten.

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